FC Überlingen wird beim entscheidenden Rückspiel gegen FC Königsfeld auf Sieg spielen...

Die Frage, ob der FC Überlingen oder der FC Königsfeld auf dem Umweg über die Relegation in die Landesliga aufsteigt, wird am Sonntag um 17 Uhr beim Rückspiel in Königsfeld beantwortet. Hier eine Szene aus dem Hinspiel am vergangenen Wochenende, das 0:0 endete (links Königsfelds Spielertrainer Jörg Holik, rechts der Überlinger Davit Buzhghulashvili.

FC Königsfeld oder FC Überlingen - am Sonntagspätnachmittag entscheidet sich auf dem Sportplatz in Königsfeld, welcher der beiden Bezirksliga-Vizemeister den beiden Meistern (SV Obereschach in der Bezirksliga Schwarzwald, FC Hilzingen in der Bezirksliga Bodensee) via Relegation in die Landesliga Staffel III Südbaden nachfolgt.

Ein 1:1-Unentschieden würde dem FC 09 Überlingen wegen des dann auswärts mehr erzielten Tores bereits zum Aufstieg genügen, ein Sieg sowieso, jedes weitere Unentschieden aber auch. Ausnahme: Bei einem neuerlichen 0:0 nach regulärer Spielzeit ging es in die Verlängerung. Dass es am Sonntag in Königsfeld, wo bis zu 1000 Zuschauer erwartet werden, jetzt nochmal so richtig spannend wird, hätte nach Ansicht von Marc Kuczkowski, Überlinger Spieler-Co-Trainer und Torschütze vom Dienst, gar nicht sein müssen: "Wir waren im ersten Spiel überlegen, haben es lediglich versäumt, das entscheidende Tor zu machen. Chancen hatten wir genug", so Kuczkowski, der im Hinspiel allerdings selbst ungewohnt selten im Torabschluss in Erscheinung trat.

Offenbar hatten die Schwarzwälder gegen den früheren Regionalligastürmer des SC Pfullendorf die richtigen Abwehrmechanismen in Gang gesetzt. Kuczkowskis junger Sturmkollege Niklas Blank spielte sehr gut auf, ließ aber die ein oder andere Chance liegen. "Er hat sich das entscheidende Tor für Sonntag aufgehoben", witzelt Kuczkowski. "Das Spiel ist 0:0 ausgegangen, wir hätten aber 4:0 oder 5:0 gewinnen müssen. Das Resultat war für uns deshalb enttäuschend", redete Cheftrainer Florian Stemmer nach dem Hinspiel Klartext. Heimstarke Schwarzwälder "Wichtig wird sein, das erste Tor zu machen", so Kuczkowski, der auch in Königsfeld offensiv spielen will: "Wir waren im Hinspiel überlegen, da sehe ich jetzt keine Veranlassung, defensiv zu spielen, auch wenn wir auswärts ran müssen." Königsfeld blieb auf eigenem Platz allerdings die gesamte Saison über ungeschlagen. Auf Unentschieden zu spielen sei aber "kein Thema" so Kuczkowski. "So gesehen war das Hinspielergebnis vielleicht gar nicht so schlecht. Da braucht man jetzt nicht groß zu taktieren." Auch Königsfelds Spielertrainer Jörg Holik will taktisch gegenüber dem Hinspiel wenig bis nichts ändern: "Wir müssen versuchen, hinten weiterhin sicher zu stehen. Kuczkowski und Blank sind bei Überlingen zwei herausragende Stürmer.

Wir müssen aber selbst zusehen, dass wir auch selbst mehr Torgefahr entwickeln." Fehlen wird auf Seiten der Königsfelder Mittelfeldstratege Rico Eisensteck, der sich im Hinspiel einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Beim FC Überlingen fehlt Patrick Thum mit einer Gelb/Rot-Sperre. Froh ist man im Lager der Nullneuner aber über die Rückkehr von Alexander Welte in die Startformation, da dieser im defensiven Mittelfeld eine wichtige Größe darstellt. Auch Nico Grumbl könnte die Defensive wieder verstärken. Allerdings arbeitete die Überlinger Formation im Hinspiel ausgesprochen effektiv, sodass Stemmer/Kuczkowski möglicherweise gar keine allzu großen Veränderungen vornehmen werden.